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Erneuter Wintereinbruch in Wien – Großer Andrang in Caritas Wärmestuben

26.01.21 / 14:14

Die 27 pfarrlichen Wärmestuben bieten auch in diesem Ausnahmewinter einen schützenden Zufluchtsort, einen Platz zum Ausruhen und Aufwärmen, warme Getränke und kleine Mahlzeiten. Gerade jetzt, wo es draußen bitterkalt ist, sind es vor allem wohnungslose und akut obdachlose Menschen, die die Wärmestuben aufsuchen. Zu den Gästen zählen auch zahlreiche Mindestpensionistinnen und -pensionisten, die zwar noch eine kleine Wohnung oder ein Zimmer haben, bei denen aber das Geld für das Heizen schlicht fehlt, und auch Menschen, die sich einsam und alleine fühlen. „Dank der Unterstützung von über hunderten Freiwilligen, können wir die Wärmestuben trotz und gerade wegen der Corona-Krise auch diesen Winter wieder öffnen. Je länger die Pandemie dauert, desto mehr Menschen geraten unter Druck: Viele sind aktuell auf Hilfe angewiesen. Die Kälte und die Auswirkungen der Gesundheitskrise und ihre sozialen Folgen, machen den Gästen zu schaffen. Die Wärmestuben sind auch eine wichtige Ergänzung, wenn es darum geht, die Angebote der Wohnungslosenhilfe zu entlasten“, so Klaus Schwertner, Gf. Caritasdirektor der Erzdiözese Wien. Wie groß die Nachfrage nach dieser Hilfe ist, zeigt die Statistik: Im vergangenen Winter zählten die Wärmestuben 14.350 Besuche an 307 Tagen, und seit Dezember 2020 sind es bereits rund 3.300 Besuche. Schwertner bedankte sich bei allen beteiligten Pfarren, die trotz der erschwerten Rahmenbedingungen wieder eine Wärmestube geöffnet haben. Dank des Engagements der vielen Freiwilligen – im Vorjahr unterstützten 850 Ehrenamtliche – sind die Wärmestuben nicht nur Aufenthalts-, sondern auch Begegnungsorte. Schwertner: „Die Corona-Pandemie hat durch das notwendige Abstandhalten einen dramatischen Effekt auf das soziale Gefüge. Viele Menschen leiden unter der Isolation. Einsamkeit ist ein Thema, das für viele Menschen schon vor Corona ein Problem war. Durch Corona hat sich die Situation noch einmal dramatisch verschlimmert. In den Wärmestuben finden die Gäste ein offenes Ohr und können mit den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern über ihre Sorgen reden. Ein großes Danke den vielen Freiwilligen, die sich täglich in den Wärmestuben und in unseren Lebensmittelausgabestellen engagieren. Sie machen deutlich: Wir kommen nur miteinander durch diese Krise – wenn wir uns trotz Körperabstands innerlich nahe bleiben.“

 

Orte des Zusammenhalts 

Von 1. Dezember bis Ende März ist täglich zumindest eine Wärmestube für Obdachlose und andere Notleidende geöffnet, heuer bereits zum neunten Mal. Rund zwei Drittel der Gäste sind Stammgäste. In St. Florian öffnet bereits zum zweiten Mal eine Wärmestube eigens für junge, von Obdachlosigkeit betroffene Menschen. Für den laufenden Betrieb wurde ein detailliertes Hygienekonzept für die Pfarren ausgearbeitet, um MitarbeiterInnen und Gäste bestmöglich zu schützen, das u.a. FFP2 Masken, Contact Tracing, Platzkarten sowie Abstandsregeln umfasst. 

 

„Der Bedarf an solchen Orten des Zusammenhalts wird größer“, erzählt Projektmitarbeiterin Katharina Renner. „Für gewöhnlich schließen die Wärmestuben mit Ende des Winters. Im vergangenen Jahr haben wir zusammen mit den Pfarren im März aber kurzerhand neun Corona Not-Wärmestuben ins Leben gerufen, die in der ersten Phase der Pandemie weiterhin für Menschen in Not geöffnet hatten. Und auch für diesen Winter gilt: Wir bleiben offen, solange es die Situation erfordert. Wir packen an, sind füreinand da und helfen solange die Hilfe dringend gebraucht wird", so Renner weiter. „Ohne Spenden wäre diese wichtige Hilfe nicht möglich. Gerade jetzt in der Krise, die für uns alle schon so lange dauert, brauchen wir einen starken Zusammenhalt. Jede Spende wärmt und schenkt Hoffnung! Bitte helfen auch Sie“, bittet Schwertner um Unterstützung der Caritasarbeit für Menschen in Not.

 

Caritas Spendenkonto

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